Die 5 besten Methoden, um dich mental für deinen beruflichen Neustart zu stärken

Ein starkes Mindset ist der beste Weg zum Erfolg. Das ist kein Geheimnis und gilt natürlich auch für deinen beruflichen Neustart. Wenn du selbst an deinen Erfolg glaubst und trotz Herausforderungen kontinuierlich dran bleibst, wirst du früher oder später den perfekten Job für dich finden. Nur: was ist, wenn du eben NICHT an deinen Erfolg glaubst? Wenn du im Gegenteil voller Selbstzweifel, Sorgen und Ängste in deine berufliche Zukunft schaust? Musst du den Traum von einem erfüllten Berufsleben dann aufgeben?

Nein, natürlich nicht! Du darfst aber Zeit und Energie in die Stärkung deines Mindeste investieren, bevor oder während du dich auf den Weg zu deinem neuen Job machst. Wie das geht zeige ich dir anhand fünf einfacher und bewährter Methoden in diesem Artikel.

Doch Achtung: die Methoden sind zwar einfach. Aber sie wirken nur, wenn du sie auch umsetzt. Und zwar regelmäßig! Vom einmaligen Lesen dieses Textes wird sich (leider) gar nichts verändern. Wenn du aber regelmäßig übst, wirst du in 1-2 Wochen spürbare Veränderungen in deinen Gedanken und deiner inneren Haltung (=deinem Mindset) erleben. Versprochen!

Also, legen wir los mit den fünf besten Methoden, um das eigene Mindset zu stärken!

#1 Mach dir bewusst, wie du deine Stärken nutzen kannst

Jeder Mensch hat Stärken und Talente. Du auch! Wenn du nicht auf Anhieb sagen kannst, worin du besonders gut bist, solltest du dich zuerst mit dieser Frage beschäftigen. Dabei können dir zum Beispiel Persönlichkeitstests im Internet helfen oder noch besser: deine Familie und Freunde. Frag Menschen, die dir nahestehen, welche Stärken du hast. Du wirst sehen, dass du spannende und hilfreiche Antworten bekommst!

Mach dir eine Liste von den wichtigsten 3 bis 5 Stärken. Und schreib dann dazu, wie du die jeweilige Stärke bewusst in der Phase der beruflichen Neuorientierung nutzen kannst, um deinen Traumjob zu finden.

Beispiele:

  • Deine Stärke ist Zuverlässigkeit: dann kannst du dir z.B. einfach feste Termine in deinen Kalender eintragen, an denen du dich mit der Jobsuche beschäftigst. Deine Zuverlässigkeit hilft dir, dann wirklich dranzubleiben.
  • Deine Stärke ist Kreativität: bastel dir eine Collage, die für deinen Traumjob steht und hänge sie dir gut sichtbar auf. So motivierst du dich jeden Tag aufs Neue.
  • Deine Stärke ist Teamfähigkeit: such dir Gleichgesinnte, die ebenfalls beruflich neu starten wollen und mach dich gemeinsam mit ihnen auf den Weg. So fällt es dir leichter, in die Umsetzung zu kommen.

Das Prinzip ist klar, oder? Nutze deine Stärken ganz bewusst, um dir den Weg zum neuen Job so einfach wie möglich zu machen.

#2 Praktiziere Dankbarkeit

Einer der größten Hebel für mentale Stärke und ein glückliches Leben ist Dankbarkeit. Du kannst nicht gleichzeitig gestresst und dankbar sein, deshalb ist es sehr sinnvoll, das Gefühl der Dankbarkeit regelmäßig aktiv herbeizuführen. Und das ist ganz einfach:

Nimm dir jeden Abend ein paar Minuten Zeit, um mindestens 5 Dinge aufzuzählen, für die du an diesem Tag dankbar bist. Das kannst du zum Beispiel auch beim Zähneputzen oder unter der Dusche machen, wichtig ist nur, dass du die Übung regelmäßig machst.

Du musst keine riesigen Dinge finden. Gerade die Dankbarkeit für die kleinen Aspekte ist sehr wirksam. Hier einige Beispiele, wofür ich gerade dankbar bin:

  • Für den leckeren Kaffee heute morgen
  • Für das tolle Wetter
  • Dass mein Muskelkater nicht mehr so stark ist wie gestern
  • Dass es meiner kranken Freundin endlich besser geht
  • Für einen inspirierenden Satz, den ich vorhin gelesen habe

Wenn du einige Wochen dranbleibst und regelmäßig Dankbarkeit praktizierst, wird sich automatisch den Fokus deiner Wahrnehmung verschieben. Weg von Problemen, Hindernissen und Schwierigkeiten. Hin zu schönen Dingen, Freude und Glück. Wenn du diese neue Haltung mit in den Prozess der beruflichen Neuorientierung nimmst, wirst du mehr Chancen und Lösungen sehen und somit eher den perfekten Job für dich finden.

#3 Achte auf deine Wortwahl (auch in Gedanken!)

Hand aufs Herz: wie oft am Tag sagst oder denkst du „ich MUSS noch das und das erledigen“? Wahrscheinlich ziemlich oft, oder? Die Formulierung „ich muss“ macht dich mental klein. Denn sie klingt so, als hättest du keine Wahl und wärst der Situation hilflos ausgeliefert. Das stimmt aber nicht!

In aller Regel hast du eine Wahl und damit die Möglichkeit, dich zu entscheiden. Und so solltest du deine Aufgaben und Tätigkeit auch formulieren. Egal, ob du das nur in Gedanken tust oder laut aussprichst, die Wirkung auf dein Mindset wird garantiert eine andere sein, wenn du sagst oder denkst „ich ENTSCHEIDE mich…“ als wenn du denkst oder sagst „ich MUSS“. Hier einige Beispiele für dich:

  • Denk dir nicht „Ich muss nachher die Kinder abholen“ sondern „Ich entscheide mich dafür, nachher die Kinder abzuholen“. [Du könntest sie ja schließlich auch einfach stehen lassen. Das hätte natürlich Konsequenzen, die du nicht möchtest. Deshalb triffst du ja die Entscheidung, sie abzuholen ;-)]
  • Sag nicht „Ich muss noch einkaufen“ sondern „Ich möchte noch einkaufen“. [Du kannst es schließlich auch sein lassen und dann damit leben, dass es zum Abendessen nur altes Brot gibt.]
  • Behaupte nicht „Ich muss zur Arbeit“, sondern sag oder denk „Ich werde zur Arbeit gehen“. [Du kannst es auch lassen, auch wenn du damit den Jobverlust riskierst. Du könntest dich ja entscheiden, von Hartz IV zu leben.]

Eine weitere wichtige Formulierung, die du dir unbedingt angewöhnen solltest: sag niemals „Ich kann das nicht“ , sondern immer „ich kann das NOCH nicht.“ Damit trainierst du dein Gehirn darauf, an die eigene Lernfähigkeit und Veränderbarkeit zu glauben. Dieses eine kleine Wort ist so hilfreich, um sich selbst mehr Wachstum zu ermöglichen! Den Tipp kannst du übrigens auch super an deine Kinder weitergeben. Mein Sohn sagt oft „ich kann das nicht“ und will deshalb auch neue Dinge nicht ausprobieren. Seit ich ihm dann sage, dass er es vielleicht NOCH nicht kann, es aber sicher lernen wird, traut er sich viel mehr zu.

#4 Führe ein Erfolgstagebuch

Diesen Tipp hörst du bestimmt nicht zum ersten Mal. Erfolgstagebücher sind „in“ und das völlig zu recht. Wir Menschen neigen nämlich dazu, uns Misserfolge eine Ewigkeit zu merken, Erfolge aber schnell zu vergessen. Vielleicht geht es dir auch so, dass du dich noch an einen Streit mit einer Freundin vor 20 Jahren erinnerst oder daran, wie du einen Auftritt mit deiner Band versammelt hast. Frage ich dich aber nach Erfolgen aus der gleichen Zeit, musst du wahrscheinlich länger überlegen.

Mir geht es da auch nicht anders. Ich habe in meinem Leben 4 Führerscheinprüfungen gemacht (Roller, Auto und 2x Anhänger). Ich erinnere mich nur an eine einzige dieser Prüfungen: an die, in der ich durchgefallen bin! Die drei erfolgreichen Prüfungen sind mir nicht mehr bewusst im Gedächtnis.

Wenn deine Erinnerung dir aber vorgaukelt, du hättest viel mehr Misserfolge als Erfolge in deinem Leben, wirst du zwangsläufig an dir zweifeln und weniger selbstsicher durchs Leben gehen. Deshalb sind Erfolgstagebücher so mächtig: sie zeigen dir schwarz auf weiß, dass dir viele Dinge gut gelingen und sie erinnern dich an all das, was du täglich leistest.

Dein Erfolgstagebuch kannst du täglich oder wöchentlich führen. Besorg dir ein kleines Notizbuch und schreib einfach alles auf, was dir an diesem Tag oder in der letzten Woche gut gelungen ist. Das muss nichts Großes sein, auch hier zählen die kleinen Dinge genauso. Beispiele von mir:

  • Ich habe gestern meine Tochter wieder zum Schlafen bekommen, obwohl sie nachts einen Riesen Wutanfall hatte.
  • Ich habe die Kinderzimmer aufgeräumt.
  • Ich habe das erste Mal seit einem halben Jahr wieder Sport gemacht.
  • Die Bratkartoffeln sind mir gestern richtig gut gelungen!

#5 Sei dir eine gute Freundin

Viele Frauen sind ihre eigenen größten Kritikerinnen. Das ist so schade, denn wer will schon freiwillig den ganzen Tag mit einer kritischen und nörgelnden Stimme im Ohr verbringen? Die gute Nachricht ist, das man das ändern kann! Wenn du also auch dazu neigst, dir selbst ständig Vorwürfe zu machen und unzufrieden mit dir zu sein, ist dieser Tipp extrem wertvoll für dich:

Entscheide dich, ab heute deine beste Freundin zu sein!

Ja, das kannst du einfach entscheiden. Verbiete dir überkritische Gedanken in Bezug auf dich selbst und behandele dich so, wie du es mit deiner besten Freundin auch tun würdest. An der meckerst du ja auch nicht ständig herum, oder?

Im Gegenteil, wahrscheinlich sprichst du ihr Mut zu, lobst und bestärkst sie und zeigst ihr, wie wichtig sie dir ist. Das alles kannst du solltest du auch für dich selbst tun! Damit du das im Alltag nicht vergisst, empfehle ich dir eine regelmäßige Erinnerung daran. Am besten ist ein Post-It auf dem Badezimmerspiegel, auf den du groß „MEINE BESTE FREUNDIN“ schreibst. Aber auch ein Handybildschirm mit dem gleichen Text funktioniert, falls dir die Nummer mit dem Spiegel vor deinen Familienmitgliedern oder Gästen peinlich ist.

Was das alles für den beruflichen Neustart bringt

Um beruflich neu zu starten, brauchst du Kreativität, Mut, Selbstvertrauen und Motivation. Was dagegen schädlich ist: Druck, Angst, Sorgen und Selbstzweifel. Durch die bewusste Stärkung deines Mindsets verwandelst du Selbstzweifel in Selbstvertrauen, Problemfokus in Lösungsorientierung, Angst in Mut. Damit machst du es dir selbst also einfacher, dein Ziel von einem neuen tollen Job auch wirklich zu erreichen.

Ich selbst war übrigens immer eher skeptisch, was diesen ganzen „Hokuspokus“ des Mentaltrainings angeht. Als rational denkender Mensch war ich überzeugt, dass man das Gehirn und das Unterbewusste doch nie im Leben so leicht austricksen könnte.

Was soll ich sagen: es funktioniert eben doch! Das habe ich selbst mehrfach erlebt, als ich in den Anfängen meiner Selbstständigkeit verzweifelt und unsicher genug war, um es einfach mal auszuprobieren. Gestartet bin ich mit einem Erfolgstagebuch. Mittlerweile nutze ich auch alle anderen hier gezeigten Methoden und setze sie auch im Coaching mit meinen Kundinnen ein. Die Wirkung begeistert mich immer wieder!

Falls du auch skeptisch bist und nicht gleich voll in die Umsetzung der 5 Methoden starten möchtest, lade ich dich zu einem Experiment ein: such dir zwei der gezeigten Methoden aus, die dich spontan ansprechen. Und dann führe sie einfach mal zwei Wochen lang regelmäßig durch. Ich verspreche dir, dass du eine positive Wirkung feststellen wirst! Was hast du zu verlieren?

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