Das unterschätzte Risiko des falschen Jobs

Meine Arbeit dreht sich ausschließlich darum, Menschen in den für sie richtigen Job zu bringen. Aber warum ist das eigentlich wichtig? Warum solltest du nicht aufgeben, bis du im richtigen Job bist?

Worum es eigentlich geht

Im Grunde geht es doch für uns alle darum, ein möglichst glückliches und gelungenes Leben zu führen. Was genau jede*r Einzelne von uns dafür braucht, ist unterschiedlich. Das hängt von der Persönlichkeit, den Erfahrungen, dem Vergleich mit anderen Menschen und anderen Aspekten ab. Was aber nahezu alle Menschen vereint, sind bestimmte Bedürfnisse, die für ein zufriedenes Leben erfüllt sein müssen. Wir alle sind auf der Suche nach der Erfüllung dieser Bedürfnisse – ob wir wollen oder nicht!

Welche Bedürfnisse hat ein Mensch?

Du kennst vielleicht die Bedürfnispyramide nach Maslow. Hier wird davon ausgegangen, dass es unterschiedliche Ebenen von Bedürfnissen beim Menschen gibt. Immer, wenn eine Ebene erfüllt ist, steigen die Wünsche und Bedürfnisse auf die nächste Stufe. Deshalb ist es auch so schwierig, dauerhaft glücklich zu sein. Weil man immer nach der nächsten Stufe strebt. Erst, wenn man oben angekommen ist, wird man dauerhaft zufrieden und glücklich sein.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bedürfnishierarchie#4._Individualbedürfnisse (abgerufen am 28.6.2021)

Gehen wir die einzelnen Stufen einmal durch: Auf der Ebene der Grund- und Existenzbedürfnisse geht es um die elementarsten Bedürfnisse, die einem Menschen das Überleben sichern (Nahrung, Atmung, Wasser etc.). Sind diese Bedürfnisse erfüllt, möchte der Mensch Sicherheit. Diese beiden unteren Ebenen sind in unserer Welt bei fast allen Menschen erfüllt, wobei gerade eine berufliche Unsicherheit z.B. durch Befristungen oder nach einer Kündigung das Bedürfnis nach Sicherheit wieder in den Vordergrund rücken können. Deshalb haben die meisten Menschen den starken Wunsch nach einem sicheren (=unbefristeten) Job.

Ab der nächsten Stufe entstehen soziale Bedürfnisse. Wir wollen zu einer Gruppe gehören, eine Familie haben, uns mit anderen Menschen verbunden fühlen. Das ist auch im Job sehr wichtig, auch hier wollen wir uns als Teil einer sozialen Gruppe erleben und leiden, wenn wir uns ausgeschlossen fühlen. Ist auch dieses Bedürfnis erfüllt, suchen wir nach Anerkennung und Wertschätzung. Wir möchten von anderen gesehen werden und als Individuen anerkannt werden. Wie du an der seitlichen Beschriftung der Pyramide sehen kannst, sind bis zu dieser Stufe alle Bedürfnisse essentiell. Das bedeutet, dass dir etwas fehlt, wenn das jeweilige Bedürfnis nicht erfüllt ist.

Die oberste und letzte Stufe ist dagegen eine “Wachstumsstufe”. Hier geht es nicht darum, einen Mangel zu verhindern, sondern sich selbst weiterzuentwickeln. Hier findet sich das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Der Mensch “…will seine Talente, Potenziale und Kreativität entfalten, sich in seiner Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten weiterentwickeln und sein Leben gestalten und ihm einen Sinn geben.” (Wikipedia).

Was der richtige Job für dich leisten kann

Zurück zur Jobsuche. Der Beruf ist für die meisten Menschen ein großer und bedeutsamer Teil ihres Lebens. Das ist auch kein Wunder, schließlich verbringen wir etwa 45 Jahre lang ca. 1.600 Stunden jährlich bei der Arbeit. Der für dich richtige Job hat das Potenzial, in dieser Zeit alle (!) deine Bedürfnisse zu erfüllen. Er ist also nicht nur irgendwie hilfreich, wenn du glücklich sein möchtest. Sondern er kann aktiv einen riesigen Beitrag zu deinem Glück leisten!

Der richtige Job gibt Sicherheit, weil er unbefristet und stabil ist. Das Sozialbedürfnis wird erfüllt, weil du Teil einer festen Gruppe bist, der du dich zugehörig fühlst. Du bekommst Anerkennung und Wertschätzung für deine Leistung und wirst als Mensch wahrgenommen und gefördert. Und nicht zuletzt kannst du dich im richtigen Job selbst verwirklichen. Du kannst deine Talente einbringen, einen für dich bedeutsamen Beitrag für die Welt leisten und dich weiterentwickeln. Wäre das nicht großartig?

Was der falsche Job hingegen tut

Ein Job kann aber auch auf jeder Ebene “falsch” sein. Entweder befriedigt er das Sicherheitsbedürfnis nicht, weil er prekär und schlecht bezahlt ist. Vielleicht fehlt aber auch auf der Ebene der Sozialbedürfnisse etwas – weil die Gruppe nicht zu dir passt, du dich ausgeschlossen fühlst oder allein. In vielen Jobs wird zudem das Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung nicht ausreichend erfüllt. Da werden Mitarbeiter*innen als selbstverständlich angesehen und ihre Leistung wird nicht gewürdigt.

Und dann ist da noch die letzte Stufe: die Selbstverwirklichung. Hier haben aus meiner Erfahrung die meisten Jobs große Schwachstellen. Entweder, weil Menschen nicht entsprechend ihrer Talente eingesetzt werden oder sich nicht weiterentwickeln dürfen. Oder weil es sich um sogenannte “Bullshit-Jobs” handelt, die im Grunde völlig sinnlos sind und keinen Beitrag für die Welt leisten.

Egal, auf welcher Stufe deine Bedürfnisse nicht erfüllt sind: im Extremfall kannst du dadurch krank werden. Im besten Fall bist du “nur” unzufrieden, aber auch das muss ja nun wirklich nicht sein!

Überleg doch mal, auf welcher Stufe der Pyramide du gerade stehst. Sind alle essenziellen Bedürfnisse erfüllt? Bist du schon auf der Wachstumsstufe? Wo fehlt dir etwas? Und welchen Beitrag leistet dein Job auf den einzelnen Stufen zu deinem Glück?

Wenn du dauerhaft in einem Job bleibst, der deine Bedürfnisse ignoriert, hast du ein Problem. Denn dann bleibst du entweder immer unzufrieden oder du musst alle deine Bedürfnisse in der limitierten Zeit außerhalb der Arbeit erfüllen. Das kannst du natürlich machen, aber du wirst in diesem Fall:

  1. Ständig im Stress sein, denn deine Freizeit wird total voll gepackt sein um die Defizite des Jobs auszugleichen.
  2. Beruflich keinen Erfolg haben, den haben nämlich die Menschen, die mit Leidenschaft dabei sind.
  3. Irgendwann nur noch auf die Rente warten. Und das sind noch ein paar Jahre, oder?

Pack es an!

Es lohnt sich also, nach dem richtigen Job für dich zu suchen. Dafür musst du aber natürlich erst mal wissen, wie der richtige Job für dich aussieht. Hier findest du Angebote, mit denen ich dich dabei unterstütze. Wenn du erst einmal selbst loslegen möchtest, findest du hier einen Blogartikel zum Start in die Veränderung. Abonniere auch gern meinen Newsletter und erhalte regelmäßig Inspiration rund um deine berufliche Neuorientierung:

Den richtigen Job zu finden ist ein Prozess. Lass dich also nicht stressen, falls du das Gefühl hast, noch keine klare Richtung zu sehen. Das ist ganz normal. Wichtig ist nur, dass du dran bleibst und nicht aufgibst! Ich wünsche dir viel Freude auf dem Weg zu deinem persönlichen Traumjob!

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