“Warum finde ich meinen Traumjob nicht?”

Gehörst du auch zu denjenigen, die seit Jahren auf der Suche nach ihrem Traumjob sind, aber gefühlt einfach keinen Zentimeter vorwärts kommen? Du bist nicht allein: viele meiner Kundinnen haben den Eindruck, die Suche nach dem Traumjob wäre wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Und die Metapher ist eigentlich auch ganz passend, schließlich gibt es Unmengen an möglichen Optionen. Viele von denen passen nicht zu dir, sind also “Heu”. Sie sehen dem passenden Traumjob, also der “Nadel”, aber so ähnlich, dass sie es dir erschweren, wirklich fündig zu werden.

Die folgenden fünf Gründe helfen dir, herauszufinden, warum du deinen Traumjob bisher noch nicht gefunden hast:

Grund Nummer 1: der Heuhaufen, in dem du suchst, ist zu groß

Wenn du jeden Heu-Halm dieser Welt einzeln betrachten möchtest, um sicherzugehen, dass er nicht doch eine Nadel ist, wirst du niemals voran kommen. Es gibt in Deutschland allein 330 Ausbildungsberufe, dazu kommen etwa 20.000 Studiengänge. Selbst wenn jede Ausbildung nur zu genau EINEM Beruf führen würde (was ja nicht stimmt), wären das viel zu viele Optionen, um sie alle zu prüfen.

Du musst deinen Heuhaufen also eingrenzen. Bau einen Zaun und werfe gezielt nur das Heu hinein, in dem du am wahrscheinlichsten auch Nadeln findest. Also zum Beispiel nur Berufe, die deiner Leidenschaft für Tiere entgegenkommen. Oder nur Berufe, die in deiner Region umsetzbar sind, wenn du nicht umziehen möchtest.

Weitere Möglichkeiten, den Heuhaufen einzugrenzen:

  • nur Berufe aufzunehmen, die deinen bisherigen Bildungsweg fortführen
  • nur Berufe wählen, die ein gewisses Gehaltsniveau haben
  • Berufe ausschließen, die nicht oder nur schwer in Teilzeit möglich sind
  • Berufe nach der bevorzugten Betriebsgröße eingrenzen, also zum Beispiel von vornherein nichts aufzunehmen, was nur in Großkonzernen umsetzbar ist

Grund Nummer 2: du suchst im falschen Heuhaufen

Das ist mir passiert: ich habe jahrelang den perfekten Job im Heuhaufen der Angestellten-Jobs gesucht. Meine Nadel lag aber im Haufen “Selbstständigkeit”. Im Nachhinein ist es also kein Wunder, dass ich vier Jahre vergeblich gesucht habe. Das bedeutet für dich:

Auch wenn ich oben gesagt habe, dass du den Heuhaufen eingrenzen musst, solltest du noch mal ganz grundsätzlich schauen, in welchem Heuhaufen du eigentlich auf der Suche bist. Denn vielleicht hast du Dinge ausgeschlossen, die eigentlich gut passen würden.

Das kann wie bei mir das Thema Selbstständigkeit sein, aber auch der kategorische Ausschluss eines weiteren Studiums, der bei näherer Betrachtung vielleicht vorschnell war. Häufig werden auch ganze Heuhaufen ignoriert, weil man kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hat: “ich kann nicht verkaufen und deshalb kommen alle Jobs mit Kundenkontakt für mich nicht infrage” oder “Führung kann ich nicht”.

Hinterfrage also selbstkritisch, welche Heuhaufen du bisher ignoriert hast und ob du das weiterhin tun willst. Je größer die Wahrscheinlichkeit ist, dass deine Nadel(n) im vernachlässigten Heuhaufen liegen, desto eher solltest du deine Suche auch auf diesen Heuhaufen ausdehnen.

Grund Nummer 3: du kannst Nadeln nicht von Heu unterscheiden

Solange du nicht weißt, wie dein Traumjob eigentlich sein sollte, kommt dir jeder Heu-Halm wie eine potentielle Nadel vor. Denn wie willst du die beiden voneinander unterscheiden? Du musst dir also klar machen, wonach du eigentlich suchst, also welche Kriterien dein neuer Job erfüllen soll. Alles, was diese Kriterien nicht erfüllt, muss konsequent als “Heu” aussortiert werden.

Damit dir das gelingt, musst du dir überlegen, woran du eine “Nadel” erkennst. Was muss der neue Job unbedingt erfüllen? Ist es dir wichtig, im Team zu arbeiten? Dann sortiere alles aus, wo dies nicht ausreichend möglich ist. Willst du auf keinen Fall noch eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren? Dann muss deine “Nadel” ohne weitere formale Qualifikation erreichbar sein. Willst du mehr Freude an der Arbeit haben? Dann musst du zunächst herausfinden, was dir eigentlich Freude macht.

Wenn du eine Vorstellung deiner Nadel hast, geht das Aussortieren von Heu gleich erheblich schneller. Garantiert! Allerdings lauert dann schon die nächste Falle:

Grund Nummer 4: du suchst nach EINER ganz bestimmten, perfekten und makellosen Nadel

Viele meiner Kundinnen suchen nach der perfekten Nadel. Aber was ist schon perfekt im Leben? Viele gehen davon aus, dass sie es schon merken werden, wenn die ideale Nadel vor ihnen liegt. Meistens ist es aber eher so, dass man viele Nadeln findet. Eine Stricknadel, eine Nähnadel, eine Stecknadel und so weiter. Alle schön, aber keine rundum perfekt. Ist die Suche damit gescheitert? Natürlich nicht!

Denn das heißt: für die meisten Menschen gibt es mehrere sehr gute Optionen! Viele Nadeln = viele potentielle Traumjobs. Welche ist aber nun die richtige? An dieser Frage kann man sich jahrelang die Zähne ausbeißen. Und wird es dennoch nicht raus bekommen, wenn man nicht anfängt, die unterschiedlichen Nadeln auszuprobieren.

Natürlich kann man in der Regel nicht ein Dutzend Jobs testen, aber man kann erste Versuche machen. Der wichtigste Schritt: sprich mit Menschen, die täglich mit deiner Nadel arbeiten, also mit Menschen in einem der potentiellen Wunsch-Berufe. Was gefällt ihnen daran, was nicht? Wie sieht ihr Alltag wirklich aus? Allein durch solche Gespräche werden viele Nadeln doch wieder zu Heu und können aussortiert werden. Alles was übrig bleibt, solltest du einmal in die Hand nehmen, ausprobieren, schauen ob die Nadel gut in der Hand liegt und zu deinen Fähigkeiten und Zielen passt. Was sich dann am besten anfühlt, ist die Gewinner-Nadel!

Grund Nummer 5: du findest vermeintlich keine Nadeln und durchsuchst deshalb wieder und wieder den gleichen Heuhaufen

Viele denken, wenn sie noch mal gründlicher suchen, werden sie mehr Nadeln finden. Und so suchen sie jahrelang im immer gleichen Heuhaufen nach mehr Nadeln. Kein Wunder, dass sie nicht vom Fleck kommen. Wenn du den Heuhaufen einmal gründlich (!) durchsucht hast, musst du damit aufhören. Wenn du Nadeln gefunden hast, prima! Prüfe sie, teste sie und dann wähle eine aus.

Wenn du keine Nadeln gefunden hast, wirst du auch beim zweiten Suchen vermutlich keine finden. Es gibt drei mögliche Gründe, warum du nichts gefunden hast:

  1. Deine Ansprüche an eine Nadel sind einfach zu hoch. Du hast zwar Nadeln gefunden, aber keine war perfekt und deshalb hast du alle wieder zurück ins Heu geworfen. Mein Tipp: such sie wieder raus und vergleiche sie mit deinem aktuellen Job. Ist eine Option besser als das, was du jetzt hast? Dann lohnt sich der Wechsel trotzdem, auch wenn die Nadel nicht perfekt ist.
  2. Deine Such-Technik ist nicht gut. Vielleicht hast du einfach keine Nadeln gefunden, weil du nicht genau genug hingeschaut hast. Dann brauchst du möglicherweise Hilfe von anderen Menschen, die mehr Erfahrung oder mehr Talent beim Suchen haben. Gemeinsam könnt ihr den Heuhaufen dann einer erneuten Inspektion unterziehen.
  3. Du hast Nadeln gefunden, aber sofort wieder zurück geworfen, so dass am Ende nichts mehr übrig bleibt. Das bedeutet, dass du zwar erkannt hast, welche Jobs dich glücklich machen würden, deine “ja, ABER…”-Stimme aber sofort eingeschritten ist und dir erklärt hat, warum das alles sowieso nicht geht. Dann brauchst du vermutlich auch Hilfe von anderen Menschen, die dich dabei unterstützen, jede Nadel wiederzufinden und erneut genau zu prüfen. Geht das alles wirklich nicht oder spielen dir deine Ängste oder Glaubenssätze einen Streich?

Fazit: nicht zu schnell aufgeben!

Du siehst, es gibt viele Gründe, warum du bisher vielleicht nicht fündig geworden bist. Manche sind leicht zu beheben, andere benötigen möglicherweise Hilfe von außen. Auf jeden Fall lohnt es sich, dranzubleiben! Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es auch für dich “Nadeln” in all den Heuhaufen da draußen gibt!

PS: mein Online-Kurs “Die Traumjob-Strategie” begleitet dich intensiv bei der Suche nach dem Traumjob. Unter anderem mit Live-Workshops in einer Gruppe Gleichgesinnter oder auch mit praktischen Arbeitsblättern und Lern-Videos. Hier kannst du dich auf die Warteliste für den Kurs setzen lassen und weitere Infos erhalten, wenn die Kursbuchung möglich ist:

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