Wie du garantiert die richtige Entscheidung triffst (obwohl du dir unsicher bist)

Bist du auch ein Entscheidungsmuffel? Jemand, der selbst bei sowas vermeintlich einfachem wie der Frage „was ziehe ich heute an?“ oder „welches Gericht von der Karte wähle ich aus“ ewig lange grübelt und sich am Ende immer schlecht fühlt – egal, wie du dich entschieden hast? Oder fallen dir „nur“ große Entscheidungen schwer – wie zum Beispiel, ob du den Job wechseln solltest?

Egal, zu welcher Gruppe du gehörst; wahrscheinlich hast du das auch schon mal erlebt:

  • 🙇‍♀️ das Gefühl, dich einfach niemals entscheiden zu können
  • 🙇‍♀️ den Wunsch nach immer mehr Informationen, in der Hoffnung, dass sich die richtige Entscheidung dann irgendwann von alleine offenbart
  • 🙇‍♀️ den (geheimen) Gedanken, dass doch bitte einfach jemand anders für dich entscheiden soll
  • 🙇‍♀️ das Hinauszögern der Entscheidung, bis es sich wirklich gar nicht mehr vermeiden lässt, irgendeine Entscheidung zu treffen
  • 🙇‍♀️ dass du dich nach jeder Entscheidung ewig mit der Frage quälst, ob die Entscheidung wohl richtig war oder nicht

Ich glaube, dass es jedem Menschen mal so geht. Das ist total normal, denn wir alle wollen gerne die „richtige“ Entscheidung treffen. Natürlich gerade dann, wenn es um eine wichtige Sache wie einen Jobwechsel geht.

Die Frage ist nur: was ist denn eine „richtige“ Entscheidung?

Das wirst du leider nie wissen! Denn egal, wie gut du dich am Ende mit deiner Entscheidung fühlst – vielleicht wäre die andere Option sogar NOCH BESSER gewesen und du wärst jetzt noch glücklicher? Das wirst du nie erfahren, da die Zeit nun mal vorwärts läuft und du nicht mehrere Dinge gleichzeitig ausprobieren kannst.

Vielleicht spielt dir auch nur dein Gehirn einen Streich, wenn du zufrieden mit deiner Entscheidung bist. Denn selbst wenn es nicht optimal läuft, versucht dein Gehirn mit allen Mitteln, deine Entscheidung im Nachhinein zu rechtfertigen. (Das macht es extra, damit du dich gut und kompetent fühlst – ist das nicht eine großartige Fähigkeit?)

Du wirst also immer auf jede Entscheidung deines Lebens eine subjektive Sicht haben. Es gibt einfach keine „richtige“ Entscheidung, nur eine, die sich im Nachhinein gut für dich anfühlt oder eben nicht.

Gibt es denn „falsche“ oder „schlechte“ Entscheidungen?

In meinen Augen ist es vor allem falsch, sich NICHT zu entscheiden. Denn nach allen Erkenntnissen der Forschung ist es genau das, was Menschen auf Dauer unglücklich macht. Die meisten Menschen bereuen nicht, was sie entschieden und getan haben. Sondern sie bereuen ihre Passivität. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“ ist einer der häufigsten Punkte, den Sterbende bereuen. Das eigene Leben zu leben bedeutet, eigene Entscheidungen zu treffen und damit das eigene Leben aktiv zu gestalten.

Es ist selten, dass Menschen nach gründlicher Überlegung eine „schlechte“ Entscheidung treffen. Zum Beispiel die, Drogen zu nehmen. Solche wirklich schädlichen Entscheidungen werden im Affekt, also aus der Situation heraus getroffen. Und übrigens oft im Rausch, also wenn der Verstand aufgrund von Alkohol etc. gerade nicht richtig arbeiten kann.

Wenn du also wichtige Entscheidungen nüchtern, halbwegs ausgeschlafen und nach einiger Überlegung triffst, ist die Gefahr wirklich gering, dass du eine richtig falsche Entscheidung triffst. Hab also Vertrauen zu dir und den Mut, aktiv Entscheidungen für dein Leben zu treffen!

„Leicht gesagt – ich kann mich aber nicht entscheiden!“

Verstehe ich. Das kann ja auch große Angst machen, denn wenn man selbst aktiv wird, muss man auch Verantwortung für die Konsequenzen des Handelns übernehmen. Was aber viele dabei übersehen:

Es ist auch eine Entscheidung, NICHTS ZU TUN!

Damit entscheidest du dich auch, nämlich für den Status Quo. Und das an jedem einzelnen Tag. Wenn du mit dem Status Quo glücklich bist – prima! Wenn nicht, dann ist es deine eigene Entscheidung, ob du etwas ändern möchtest oder nicht.

Und wenn nach deiner Entscheidung wirklich alles schlechter wird?

Vielleicht weißt du, dass ich eigentlich nie selbstständig sein wollte. Ich habe mich dennoch dafür entschieden und bin sehr glücklich damit. Eigentlich. Denn manchmal habe ich immer noch Angst davor, dass die Entscheidung vielleicht doch falsch war. Das Gefühl kommt immer dann wieder hoch, wenn ich mal wieder aus der Komfortzone herausgehen muss. Und deshalb weiß ich inzwischen, dass die Angst nur eine Vorstufe des Wachstums ist!

Wenn du dich entwicklen möchtest, musst du dazulernen. Etwas wagen, deine Komfortzone erweitern, über deinen Schatten springen. Kann dadurch wirklich alles schlechter werden? Wohl kaum!

Selbst wenn ich mit meiner Selbstständigkeit irgendwann scheitern sollte (warum auch immer), habe ich es wenigstens versucht. Ich muss mich nicht fragen, was wäre gewesen wenn… Und das ist eine Menge wert!

Das bedeutet für dich: hab keine Angst vor der Angst! Sie will dich beschützen, sollte aber nicht die Macht haben, dein Leben zu bestimmen. Freu dich auf das, was hinter der Angst liegt. Denn du hast ja vermutlich gute Gründe für deinen Wunsch nach einer Veränderung, oder?

Was dir konkret hilft, dich zu entscheiden

Ich möchte dir dafür drei Tipps geben:

1. Wenn die Angst dich lähmt, schreib dir mal ganz detailliert auf, was schlimmstenfalls bei jeder Option passieren könnte. Versuch dabei, nicht schwarz zu malen („ich werde unter der Brücke schlafen müssen“), sondern realistisch zu bleiben („möglicherweise muss ich in eine kleinere Wohnung umziehen“) und so konkret wie möglich die schlimmsten Folgen aufzuschreiben. Schreib dir dann dazu, was bestenfalls passieren könnte. Denn das solltest du bei deiner Entscheidung natürlich auch berücksichtigen 😉

2. Vertraue deiner Intuition. Dein Bauchgefühl bzw. deine Intuition ist der Ausdruck deines gesammelten Wissens und all deiner Erfahrung, die in deinem Unterbewusstsein gespeichert sind. Wenn deine Intuition dir zu einer Entscheidung rät, gibt es dafür also gute Gründe – auch wenn du die kognitiv vielleicht nicht kennst. Sollte dein Bauchgefühl dir also klare Signale geben, was es sich wünscht: vertrau darauf!

3. Sprich mit anderen. Viele Menschen versuchen, jedes Argument für oder gegen eine Entscheidung mit sich selbst zu besprechen. Da kann einem schon mal schwindelig werden! Einfacher ist es, mit einem anderen Menschen darüber zu sprechen (wie beim Shoppen, das klappt doch auch besser, wenn du eine Freundin dabei hast, oder?). Das sollte jemand sein, der sich mit eigenen Ratschlägen zurück hält und dir stattdessen beim Selbst-Denken hilft. Indem er Fragen stellt und dich ermutigt, auch abwegige Gedanken zu äußern (das ist übrigens genau das, was Coaches wie ich tun). Denn die meisten Menschen können bein Sprechen besser denken als beim Schweigen. Nutze das, um dir sicherer mit deinen Entscheidungen zu werden. Du solltest übrigens darauf achten, deinen Gesprächspartner nicht nach seiner Meinung zu fragen. Denn um die geht es nicht, sondern nur um DEINE Entscheidung!

Es kann sehr viel weniger schief gehen als du denkst!

Selbst wenn du im Nachhinein mit einer Entscheidung bzw. den Folgen dieser Entscheidung unglücklich bist – in den meisten Fällen kann man auch wieder zurück. Zum Beispiel in den alten Job, denn viele Arbeitgeber freuen sich, wenn ehemalige Mitarbeiter*innen nach einem Ausflug in andere Unternehmen zu ihnen zurück kehren. Das passiert viel öfter, als du denkst!

Hab also Vertrauen in dich und deinen Wunsch nach einer Veränderung. In den allermeisten Fällen wirst du für deinen Mut belohnt.

Glaub mir: jede deiner Entscheidungen ist richtig – wenn du sie aktiv getroffen hast!

Du brauchst Hilfe bei deiner Entscheidung, weil deine Angst sehr groß ist, du deine Intuition nicht wahrnehmen kannst oder dir ein neutraler Gesprächspartner fehlt? Vereinbare ein kostenloses Kennenlernen-Gespräch und ich zeige dir, wie ich dich dabei unterstützen kann, deine Entscheidung zu treffen.

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