Wie man es macht, macht man es falsch! (Natürlich nur als Mutter)

Wie man es macht, macht man es falsch! (Natürlich nur als Mutter)

Als ich von dieser Studie gehört habe, war ich erstaunlich wütend. Obwohl ich eigentlich schon vorher wusste, dass es stimmt, hat mich die Deutlichkeit der Ergebnisse echt überrascht. In der Kurzfassung kam heraus, dass Väter keine Nachteile bei Bewerbungen fürchten müssen, wenn sie angeben, Elternzeit genommen zu haben. Dabei war es egal, ob sie nur 2 Monate oder ein ganzes Jahr vom Job pausiert haben. In beiden Fällen wurden etwa 20% der Bewerber eingeladen.

Nun zu den Müttern: haben sie 12 Monate Elternzeit angegeben, wurden 22% zu einem Gespräch eingeladen. Wurden nur zwei Monate angegeben, waren es nur noch 14%! Die Frauen, denen ihr Beruf also offensichtlich wichtig war und die engagiert waren, wurden von den Arbeitgebern dafür bestraft. Soweit zum Stand der Gleichberechtigung in Deutschland! Arbeitgeber scheinen mehrheitlich ein Problem damit zu haben, wenn frau sich nicht rollenkonform verhält und nach der Geburt ihres ersten Kindes schnell wieder in den Job zurückkehrt. Womöglich noch in Vollzeit! Völlig paradox ist ja, dass Arbeitgeber eigentlich genau diese Frauen bevorzugen müssten, weil sie voraussichtlich auch nach folgenden Schwangerschaften schnell in den Job zurückkehren würden.

Was sagt uns das? Egal, ob wir in Teilzeit arbeiten wollen, lange zu Hause bleiben möchten oder schnell in Vollzeit zurück am Arbeitsplatz sind – irgendwer wird uns immer einen Strick daraus drehen und uns dehalb benachteiligen. Das macht mich unendlich wütend, andererseits aber auch gelassener im Hinblick auf die Beratung. Denn ihr könnt euch für das Modell entscheiden, dass am besten zu euch und eurer Familie passt! Dazu müssen wir dann nur den passenden Job im passenden Umfeld finden. Denn es gibt zum Glück unterschiedliche Arbeitgeber, die verschiedene Bewerberinnen bevorzugen. Die Kunst ist, das richtige Unternehmen für seine Wünsche zu finden. Und dabei kann ich dir helfen.