Wie startet man die Traumjob-Suche?

Der erste Schritt ist meistens am schwersten. Das sehe ich an meiner Tochter, die gerade laufen lernt. Erst mal muss man auf die Idee kommen, überhaupt laufen zu wollen. Dann muss man sich trauen, es auszuprobieren. Loszulassen und den ersten Schritt zu machen. Meine Tochter ist direkt hingefallen. Klar, sie weiß ja auch nicht wie das geht mit dem Laufen. Zum Glück sind Kinder zäh und geben nicht auf, bis es endlich klappt und sie ihr Ziel erreicht haben.

Wir Erwachsenen sind da oft anders. Wenn wir etwas Neues ausprobieren und es nicht sofort klappt, sehen wir uns als „gescheitert“ an und geben beschämt auf. Gerade das Thema Traumjob-Suche ist aber zu wichtig, um es aufzugeben. Schließlich hast du noch einige Jahre Berufsleben vor dir, das ist Zeit, die du lieber glücklich verbringen solltest, als genervt und angestrengt. Also sollten schon die ersten Schritte gut klappen, damit du auch dran bleibst. Deshalb habe ich hier einige Empfehlungen für dich, wie du am besten mit der Suche nach dem richtigen Job beginnst.

Informationen begrenzen

Ein erster, aber wichtiger Tipp: begrenze die Anzahl von Informationsquellen zu diesem Thema. Sonst wirst du immer mehr das Gefühl bekommen, in der Informationsflut unterzugehen und am Ende gar nicht mehr zu wissen, wo du anfangen sollst. Such dir also zwei oder drei Quellen (Bücher, Blogs, Personen…) aus, denen du vertraust. Und lass alle anderen links liegen. Du wirst viel weiter kommen, wenn du die Tipps und Infos von wenigen Quellen umsetzt, als wenn du immer mehr Infos sammelst, aber nie etwas umsetzt.

Entscheidung treffen

Zweiter Tipp: Triff eine Entscheidung! Klingt banal, wirkt aber Wunder. Wir Menschen sind bequem, wir verändern uns nicht gerne. Eine klare Entscheidung für einen beruflichen Neustart hilft dir, wirklich etwas zu tun und nicht „nur mal zu gucken“. Vom „nur gucken“ verändert sich leider nichts. Mach dir klar, dass du dich im Moment auch jeden Tag entscheidest: dafür, nichts zu verändern und weiter unzufrieden zu sein. Wenn du mit dieser Entscheidung zufrieden bist oder es handfeste Gründe dafür gibt, nimm dir den Druck und lass das Thema Jobsuche ruhen, bis sich die Rahmenbedingungen geändert haben.

Die ersten Schritte

Hast du dich für den beruflichen Neustart entschieden? Dann geht es jetzt darum, wirklich die ersten Schritte zu machen. Dazu kannst du dir zum Beispiel mein Workbook „In 10 Schritten zum Traumjob“ herunterladen, es gibt aber natürlich auch tausend andere Wege, um zu starten.

Wenn du eine konkrete Berufsidee im Kopf hast:

Bevor du ganz viel Zeit in die Frage steckst, wie du diese Berufsidee verwirklichen kannst, sprich unbedingt mal mit jemandem, der in deinem Wunschberuf arbeitet. Kennst du sogar jemanden mit diesem Beruf? Super, vielleicht kannst du da mal ein paar Stunden „schnuppern“? Zumindest kann dir die Person Informationen geben zu Ausbildungen, Rahmenbedingungen, Arbeitsmarktchancen, Alltag, Vor- und Nachteilen in diesem Beruf, Familienfreundlichkeit etc.

Wenn du niemanden persönlich kennst, such doch einmal online nach einer Person in diesem Berufsfeld. Du brauchst keine Hemmungen zu haben, fremde Personen nach ihrer Hilfe zu fragen. Die meisten Menschen helfen gerne und freuen sich, wenn andere Leute Interesse an ihrem Beruf haben. Oder würdest du nicht helfen wollen, wenn jemand deine Expertise bräuchte? Eben!

Frag in Facebook-Gruppen oder bei Xing nach, ob jemand dort ist, der dir helfen kann. Meist reicht eine Viertelstunde Telefonat aus, um die wichtigsten Fragen loszuwerden. Oft wird es länger, weil man ja ähnliche Interessen hat und sich gut versteht. Probier es einfach aus!

Nach solchen kurzen Gesprächen wirst du wissen, ob deine Vorstellung deines Traumjobs mit der Realität übereinstimmt und welche Schritte du nun gehen kannst. Bist du ernüchtert und willst nun doch lieber eine andere Richtung einschlagen? Dann sieht dein nächster Schritt so aus, wie der erste für alle anderen (die ohnehin noch keine Vorstellung von ihrem Traumjob hatten).

Wenn du keine konkrete Berufsidee im Kopf hast:

Das ist zugegebenermaßen schwieriger. Denn hier gibt es verschiedene Strategien, je nachdem, was du für ein Mensch bist und welche Methode dir besonders liegt.

Bist du eher ein Mensch, der mit dem Herzen entscheidet und den gute Gefühle motivieren? Dann empfehle ich dir einen Tagtraum in die Zukunft. Nimm dir mal ein paar Minuten Zeit, dir dein perfektes Leben in fünf Jahren vorzustellen. Wie fühlst du dich? Wie ist dein Tages- oder Wochenablauf? Wie viel Geld und freie Zeit hast du zur Verfügung? Wie läuft euer Familienleben? Was denkst du von dir? Welche Gedanken hast du in Bezug auf deine Arbeit?

Wiederhole diese Tagträume ein paar Tage lang immer wieder. Du wirst sehen, dass bestimmte Aspekte immer wieder auftauchen, andere sich aber verändern. Das, was immer wieder kommt, ist scheinbar besonders wichtig für dich. Du solltest also gezielt nach Berufsfeldern suchen, die diese Punkte berücksichtigen.

Dir ist alles wichtig und du glaubst, dass es keine Berufe gibt, in denen alle deine Wünsche erfüllt sind? Das kann natürlich sein. Wenn du beispielsweise nur 4 Stunden pro Woche arbeiten willst, aber gleichzeitig Millionärin werden möchtest, dürfte es schwierig werden. Meistens sind aber gar nicht die Ziele und Träume unrealistisch, sondern unser Denken und unsere Vorstellungskraft ist zu eingeschränkt. Trau dich also ruhig, große Träume zu haben.

Bist du eher ein analytischer Typ und brauchst eine handfestere Vorgehensweise? Dann starte am besten mit einer Liste aller Anforderungen, die du an deinen neuen Job hast. Schreib auf, welche Arbeitszeiten ideal wären, wie weit du bereit wärst zu fahren, welches Gehalt du dir wünscht etc.

Schreib auch auf, welche Punkte dein Traumjob auf keinen Fall enthalten soll. Willst du keine Kundengespräche mehr oder auf keinen Fall allein arbeiten? Dann notiere das. Denk daran, dass du erst mal eine Wunschliste erstellst, du solltest an dieser Stelle noch nicht prüfen, ob das alles realistisch ist oder nicht. Versuch, groß und vor allem optimistisch zu denken.

Wie geht es jetzt weiter?

Das war also der erste Schritt. Du hast schon einmal eine Vorstellung von deinen Wünschen. Das ist super, weil du nun wirklich ein Ziel definieren kannst! Das ist wichtig, damit du weißt, wo du eigentlich hin möchtest und auch bemerkst, wenn du da bist. Wie die Zieldefinition genau funktioniert, erkläre ich dir in einem der nächsten Beiträge. Bis dahin wünsche ich dir ganz viel Freude beim Träumen und Wünschen!

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